Extremitätenerhalt bei periprothetischer Infektion: Neue Studie zur Kniearthrodese

Eine aktuelle Studie unterstreicht das Potenzial der modularen intramedullären Kniearthrodese im zweizeitigen Verfahren als Strategie zum Extremitätenerhalt, wenn die Versorgung mit einer Totalendoprothese nicht mehr möglich ist.
Eine kürzlich im The Journal of Bone and Joint Surgery veröffentlichte retrospektive Studie untersuchte die Ergebnisse von 30 Patienten mit komplexer periprothetischer Gelenkinfektion (PJI) nach fehlgeschlagener Knie-Totalendoprothese. Bei allen Patienten wurde das KAM-TITAN Arthodesensystem im zweizeitigen Verfahren eingesetzt.
Bei der mittel- bis langfristigen Nachbeobachtung zeigten sich eine stabile Fixation, eine anhaltende Infektionskontrolle, eine frühzeitige Mobilisierung sowie deutliche Verbesserungen hinsichtlich Schmerzen, Funktion und funktioneller Selbständigkeit. Während des Untersuchungszeitraum traten keine mechanischen oder Implantat bezogenen Komplikationen auf.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass diese Versorgungsoption bei sorgfältig ausgewählten Patienten, für die eine Totalendoprothese nicht infrage kommt, eine Möglichkeit zum Extremitätenerhalt und eine Alternative zur Oberschenkelamputation darstellen kann.
Fazit: Die Ergebnisse unterstützen den potenziellen Einsatz der modularen intramedullären Kniearthrodese im zweizeitigen Verfahren bei komplexen PJI-Fällen und zeigen ihre mögliche Bedeutung als Strategie für den Extremitätenerhalt in schwierigen Revisionssituationen auf.
Mehr lesen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42639587/ (open access)
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